Hämatologische Krebserkrankungen

Krebs gehört weltweit und in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen und Todesursachen. Die Diagnose Krebs ist eine Diagnose, die oft Angst, Wut, Hilflosigkeit und Trauer auslöst. Zu den hämatologischen Krebserkrankungen, also Erkrankungen des blutbildenden Systems, gehören Leukämie, das Hodgkin-Lymphom (auch Morbus Hodgkin genannt), das Multiple Myelom (auch Plasmozytom genannt) sowie das Non-Hodgkin-Lymphom. 2010 und 2012 gab es in Deutschland jeweils mehr als 35.000 hämatologische Krebsneuerkrankungen.

Hämatologische Krebserkrankungen im Einzelnen:

  • Leukämie
  • Hodgkin-Lymphom / Morbus Hodgkin
  • Multiples Myelom / Plasmozytom
  • Non-Hodgkin-Lymphom

Die Krebserkrankung eines geliebten Menschen ist nicht nur für den/ die Erkrankte/n sondern auch für Nahestehende ein tiefer Eingriff in das bisherige Leben. Tritt eine Heilung nicht ein, verspüren Betroffene in der Zeit des Abschiednehmens meist ein Wechselspiel zwischen Hoffnung und Verzweiflung, aber auch Schuld über den unausweichlichen Tod. Sie können oft nicht glauben, dass der geliebte Mensch wirklich sterben wird. 2010 und 2012 gehörten Leukämien zu den sieben häufigsten Sterbefällen aufgrund einer Krebserkrankung.

Hämatologische Krebserkrankungen haben oft einen langen Krankheitsverlauf, in dem der/ die Erkrankte ebenso wie Nahestehende mit vielen Rückschlägen und Komplikationen zu kämpfen haben. Häufig begleiten nahestehende Personen den/ die Erkrankte/n über lange Zeit hinweg bei Arztbesuchen, belastenden Behandlungen, aber auch im Alltag, der zunehmend schwieriger wird. Das Leiden eines geliebten Menschen so zu erleben, ist für viele eine große Belastung. Gleichzeitig kann immer wieder Hoffnung auf eine Heilung aufkommen. Dieses Wechselbad der Gefühle ist häufig sehr auslaugend und führt dazu, dass der Tod des geliebten Menschen viele Betroffene trotz allem unerwartet trifft. Viele erleben eine Art Schockzustand. Durch den Verlust einer nahestehenden Person werden tiefe Gefühle ausgelöst; Angst, Einsamkeit, Verzweiflung, Wut kommen auf – der Prozess der Trauer beginnt.

Die einen können einen solchen Verlust allein bewältigen, ihn akzeptieren und den Blick in die Zukunft richten; andere jedoch brauchen Unterstützung. Dies ist besonders der Fall, wenn belastende Gefühle, wie Trauer, Verzweiflung, aber auch Wut oder Schuld, für eine lange Zeit nach dem Verlust bestehen bleiben und als sehr intensiv erlebt werden. Auch quälende Erinnerungen an die Zeit mit der Erkrankung oder an den Verlust selbst drängen sich manchen immer wieder auf und machen es scheinbar unmöglich, eine positive Perspektive auf das Leben ohne den/ die Verstorbene/n zu gewinnen. In solchen Fällen kann eine therapeutische Unterstützung bei der Trauerbewältigung weiterhelfen.