Internettherapie zur Trauerbewältigung: Therapieablauf

Das zur Trauerbewältigung verwendete Therapieverfahren beruht auf kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungs­ansätzen. Diese arbeiten verstärkt an den Symptomen und Gedanken, die im Zusammenhang mit der langanhaltenden oder komplizierten Trauer auftreten.

Zudem ist das Behandlungsprogramm internetbasiert. Das bedeutet, dass alle Kommunikation mit Ihrer Therapeutin schriftlich über ein sicheres Behandlungsportal im Internet stattfindet. Dadurch können Sie Ihre Therapiezeiten so einteilen, dass sie sich gut in Ihren Alltag integrieren lassen.

Die Therapie dauert insgesamt fünf Wochen und findet in Form einer Einzeltherapie statt. Sie erhalten jeweils eine strukturierte Anleitung zu einer Schreibaufgabe, welche Sie von zu Hause aus durchführen können. In den Aufgaben geht es beispielsweise darum, sich mit schmerzhaften Erinnerungen im Zusammenhang mit dem Verlust auseinanderzusetzen, oder herauszufinden, was Ihr Befinden verbessern könnte. Da die Themen der Schreibaufgaben belastend sein können, soll keine Aufgabe länger als 45 Minuten dauern. Nach dem Versenden Ihres jeweiligen Textes erhalten Sie innerhalb eines Arbeitstages eine Rückmeldung von Ihrer persönlichen Therapeutin sowie eine neue Schreib­aufgabe.

Insgesamt gibt es 10 Schreibaufgaben (zwei Schreib­aufgaben pro Woche), die der Trauerbewältigung dienen. Die Zeitpunkte, zu denen Sie schreiben möchten, können Sie selbst festlegen.

Die Behandlung wird über eine sicherheitsgeprüfte, anerkannte Plattform für Online-Beratungsprogramme (Beranet) durchgeführt. Sie bietet eine weitaus größere Sicherheitsgarantie als herkömmliche E-Mail-Programme.

Das Be­handlungs­pro­gramm hat drei Haupt­ab­schnit­te:

Abschnitt 1:
„Selbst­kon­fron­ta­tion“

Ziel: eigene Aus­ein­an­der­set­zung mit den schmerz­haften Er­in­ner­ungen

Abschnitt 2:
„Kognitive Um­struk­tu­rie­rung“

Ziel: eine neue Pers­pektive auf den Verlust erhalten und damit auch ein stärkeres Gefühl von Kontrolle über das eigene Leben zurück­gewinnen

Abschnitt 3:
„Social Sharing“

Ziel: Mög­lichkeit, sich mit neu gewonnenen Ein­sichten mit­zuteilen.

Das Be­handlungs­pro­gramm hat drei Haupt­ab­schnit­te:

Abschnitt 1:
„Selbst­kon­fron­ta­tion“

Ziel: eigene Aus­ein­an­der­set­zung mit den schmerz­haften Er­in­ner­ungen

Abschnitt 2:
„Kognitive Um­struk­tu­rie­rung“

Ziel: eine neue Pers­pektive auf den Verlust erhalten und damit auch ein stärkeres Gefühl von Kontrolle über das eigene Leben zurück­gewinnen

Abschnitt 3:
„Social Sharing“

Ziel: Mög­lichkeit, sich mit neu gewonnenen Ein­sichten mit­zuteilen.

Um das Befinden der Teilnehmenden und die Behandlungseffekte im Auge zu behalten, werden wir sie mehrmals bitten, Online-Fragebögen auszufüllen. Dabei geht es um die Intensität der Trauer, die psychische Gesundheit und die Stimmung. Vor und nach der Behandlung werden wir die Teilnehmenden bitten, etwas längere Fragebögen auszufüllen; während der Behandlung werden kurze Fragebogenerhebungen stattfinden.

Die Therapie ist für Sie kostenlos.

Unter folgenden Voraussetzungen ist unsere Therapie zur Trauerbewältigung für Sie geeignet:

  • Sie haben eine nahestehende Person, beispielsweise einen Verwandten, einen Partner oder einen Freund, aufgrund einer hämatologischen Krebserkrankung (Leukämie oder Lymphom) verloren.
  • Sie fühlen sich durch diesen Verlust sehr belastet.
  • Der Verlust der nahestehenden Person liegt mindestens 6 Monate zurück.
  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt.
  • Sie haben einen regelmäßigen Zugang zum Internet.
  • Sie sprechen und schreiben fließend Deutsch.